INFO RUND UM DIE RASSEKATZE !

 

Warum eine Rassekatze?

Rassekatzen zeigen neben rassetypischen Merkmalen in Fell, Typ und Körperbau
auch einen ganz bestimmten Charakter: aus seriösen Hobbyzuchten kommend, sind sie sehr
menschenbezogene Hauskatzen. Der Züchter kennt jedes seiner Kätzchen genau
und wird über die charakterlichen Unterschiede gern Auskunft geben. Sie bekommen also
nicht "die Katze im Sack", sondern wissen bereits vorher, ob Sie es mit einer zurückhaltenden Miez
oder einem aufdringlichen Schmuser zu tun bekommen! Mit einer Rassekatze erwirbt man also
einen freundlichen Hausgenossen, welcher durch seine Aufzucht optimal auf das Leben mit Menschen
vorbereitet ist: die Katze hat bisher nur positive Erfahrungen mit Menschen gemacht
und ist daher auch Fremden gegenüber aufgeschlossen und zutraulich.

Warum so teuer ?

Rassekatzen kosten Geld, viel Geld sogar: mit 400 bis 1000 € müsse man je nach Abstammung und Aussehen
rechnen. Dafür kann man aber auch einiges erwarten: ein gut aufgezogenes zutrauliches und gesundes
Jungtier! Papiere eines seriösen Vereins und eine komplette Grundimmunisierung sind da selbstverständlich!
Doch bereits bevor es soweit ist, hat der Züchter hohe Kosten: z.B. Deck- gebühren von 250 - 700 €
zuzüglich diverser Tests beim Tierarzt und der Reisekosten. Der Züchter ist Mitglied eines Vereins
und seine Tiere sind auf Ausstellungen zuchttauglich bewertet worden. Nicht immer verläuft die Geburt
ohne Probleme, oft ist ein Tierarzt mit der Vor- und Nachsorge betraut. Während der mindestens
12 Wochen, welche ein Jungtier beim Züchter verbringt kostet es ihn eine Menge Geld: spezielles
Aufzuchtfutter, Impfungen, Papiere, evtl. gar noch Tierarztkosten bei Unpässlichkeiten oder Komplikationen.
Die Mutter frisst auch wesentlich mehr während der Trächtigkeit und in der Säugephase. Verkauft
der Züchter nicht im Freundeskreis, so sind viele Anzeigen in der Tagespresse und in Fachzeitschriften
nötig
.

Durchschnittliche Aufzuchtkosten für ein Jungtier

Deckgebühr (Durchschnitt)
( abhängig von Rasse/Titel des Katers 150 - 700 € )
425 €

Bluttest der Mutterkatze 75 €

Gesamt
500 €

Durchschnittswurfgröße 4 Jungtiere
1/4
125 €

Futter und Einstreu pro Jungtier
(4. bis 13. Lebenswoche)
130 € / Jungtier

Stammbaum
26 € / Jungtier

Impfungen (2x Schnupfen/Seuche/ 2x Leukose)
134 € / Jungtier

Entwurmung (6x)
32 € / Jungtier

Gesundheitscheck und Attest vom Tierarzt
25 € / Jungtier

Ca. Kosten, die dem Züchter pro Jungtier entstehen:
472 €

Hinzu kommen noch Kosten für das Mehrfutter für die Mutterkatze während der Trächtigkeit
und Säugephase, sowie eventuelle Tierarztbesuche (Geburtskomplikationen, Krankheit). Kosten für
weitere Impfungen z.B. Leukose, Kosten für Zeitungsinserate, Ausstellungsbesuche um die
Zuchtgenehmigung zu erhalten + die Zucht bekannt zu machen und Mehraufwendungen
für besondere Tests, Katzenspielzeug,.... Es lässt sich nun durchaus nachvollziehen, dass sich
an seriöser Hobbyzucht von Rassekatzen wirklich nichts verdienen lässt und dieses kostenintensive
Hobby nur von Menschen ausgeübt werden sollte, die über genug Platz, Zeit und
das nötigen Kleingeld verfügen .

Katzen, die bereits mit 9 Wochen oder gar früher abgegeben werden (und dies gilt auch
für die "einfache" Hauskatze vom Bauernhof) sind nicht geimpft und ihnen fehlen wertvolle Wochen
zur Bildung von Charakter und Sozialverhalten durch den Umgang mit Geschwistern, Mutter und evtl.
Mitkatzen. Probleme, wie z.B. Unsauberkeit sind hier oft vorprogrammiert. übrigens: meiner Meinung nach
ist eine Katze mit 14 Wochen viel niedlicher als eine mit 8 Wochen! Mit 14 Wochen ist sie so viel mehr Katze,
da lohnt sich das warten allemal!! Ideal ist es, wenn der Züchter auch nach dem Kauf beratend zur
Verfügung steht. Achten Sie mal auf das Verhalten vieler Züchter - solange Sie Interesse an den Jungtieren
zeigen, ist man oft sehr nett. Zögern Sie oder kaufen woanders, zeigt sich schnell ob man nur auf einen
raschen Verkauf aus war oder ob man ehrliches Interesse an einem Katzenfreund hatte! Auf dem Gebiet des
Follow-ups - der Nachbetreuung, egal ob nun ein Kauf zustande kam oder nicht - könnten
viele Züchter noch eine Menge lernen!

Geht es nicht auch billiger?

Sie möchten eine Rassekatze, aber wollen nicht so viel Geld ausgeben? Sie sehen nicht ein, warum Sie
das Futter und die Gesundheitsvorsorge der Mutterkatze und Ausstellungsbesuche mitfinanzieren sollen? Der
Züchter hat ja schließlich seinen Spaß dran + soll auch selbst zahlen? Ja, es geht auch billiger, aber...
In jeder Zeitung kann man Anzeigen lesen wie: "Siambabys, 8 Wochen,200€ zu verkaufen". Die Kitten können
"in diesem Alter noch nicht" geimpft sein, die Haltung und der Gesundheitszustand der Elterntiere läßt meist
zu wünschen übrig. Papiere gibt es keine - dann sind sie ja so teuer + da wird man sie ja nicht los. Katzen
mit Papieren kosten 900€ wird dem ahnungslosen Laien erzählt, ist ja viel zu teuer! Aber ja,
sie sind reinrassig, die Eltern haben Papiere. Wenn Sie diese dann sehen wollen, kann man sie vielleicht grad
nicht finden oder aber sie sind gar gefälscht. Sind wirklich Papiere von einem seriösen Verein vorhanden,
merken Sie sich den Namen der Katze und des Züchters! Mit Sicherheit weiß dieser nicht das seine Katzen
für eine Schwarzzucht mißbraucht werden! Tatsache ist, dass Sie eben NICHT wissen , ob eine Katze
ohne Papiere wirklich reinrassig ist! Wenn der Vermehrer schon kein Geld für die Grundimmunisierung übrig hat
und die Kleinen so schnell wie möglich loswerden will (schon mit 8 Wochen!), glauben Sie dann die Kätzchen haben
hochwertiges Futter oder gar Liebe bekommen? Interessant ist doch, warum züchtet so jemand, wenn er nicht
bereit ist, sich Vereinsregeln sprich Zuchtbedingungen zum Schutz der Tiere zu unterwerfen? Wofür
zahlen Sie dann Ihre 200 € ?
Der Vermehrer hat nichts außer etwas Billigfutter in die Tiere investiert - sie dienen rein dem Gelderwerb - Ihre
200€ sind für ihn beinahe ein Nettogewinn!! Nur wer billig produziert kann auch billig verkaufen! Und den Preis
zahlt dabei das Tier! Und meist auch der Käufer, welcher erst später entdeckt, dass sein Schützling
verhaltensgestört und krank ist.

Sie erwerben bei einem solchen Vermehrer keine Rassekatze! Bestenfalls sieht sie aus wie eine. Aber sie wird nie
eine sein. Und: was kann man schon erwarten, wenn schon der Rassename in der Anzeige falsch geschrieben ist?
Unterstützen Sie solche "Zuchten" nicht! Sie sparen an der falschen Stelle!

Im Tierheim gibt es übrigens auch immer mal wieder eine Rassenkatze oder ein "lookalike". Holen Sie sich
doch dort Ihr Tier - es ist günstig, tierärztlich versorgt und Sie tun noch was für den Tierschutz!

HIER gehts weiter ;)



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